„Tage der Vielfalt“ an der Mittelschule Wörth an der Donau

Das Foto entstand bei den „Tagen der Vielfalt“, also noch vor den aktuellen Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Ausbreitung: Projekt-Organisatorin Sabine Brielmaier zusammen mit Schülerinnen und Schülern im Workshop „Wo kommen Pizza und Döner her?“. Foto: Mariami Kopadze
Das Foto entstand bei den „Tagen der Vielfalt“, also noch vor den aktuellen Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Ausbreitung: Projekt-Organisatorin Sabine Brielmaier zusammen mit Schülerinnen und Schülern im Workshop „Wo kommen Pizza und Döner her?“. Foto: Mariami Kopadze

24.03.2020 Im Rahmen der bundesweiten Internationalen Woche gegen Rassismus – Anfang März, also noch vor den Schulschließungen – nahmen zwei Klassen der 8. Jahrgangsstufe der Mittelschule Wörth an der Donau an den „Tagen der Vielfalt“ teil. Die Federführung übernahm Mittelschullehrerin Sabine Brielmaier mit ihrer Schülerarbeitsgruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, an drei Tagen spannende Workshops zu durchlaufen: zum Beispiel „Ich packe meinen Koffer – Was würde ich mitnehmen, wenn ich in kürzester Zeit mein Zuhause verlassen muss?“, „Was bedeutet Heimat für mich?“ und „Wie gehe ich mit Vorurteilen um?“. Abgerundet wurden die Projekttage mit der Filmvorführung „Wer hat Angst vorm weißen Mann?“ und einer anschließenden Besprechung.

Ziel der Workshops und des Filmes war es, die Schülerinnen und Schüler zur Selbstreflexion anzuregen und mehr über Gedanken, Gefühle und Beweggründe – eigene und die anderer Menschen – zu erfahren. Anhand von Gedankenspielen sollten die Jugendlichen sich vorstellen, wie es sein könnte, die Heimat verlassen zu müssen, und sich so in schutzsuchende Menschen hineinversetzen. Diskutiert wurde außerdem, was Heimat für jeden Einzelnen bedeutet und welchen Einfluss andere Kulturen auf Deutschland haben. Zusätzlich wurden Fotos ausgestellt, die im Rahmen eines Workshops von Margarita Dandefer und der Integrationsstelle des Landkreises Regensburg entstanden sind. An diesem Projekt haben 19 Jugendliche aus dem Landkreis Regensburg mitgewirkt und ihre Herkunftsgeschichte geteilt. Schnell wurde klar, dass Wörth und der Landkreis „bunt“ und die Heimat unterschiedlichster Menschen sind. Übergeordnetes Ziel der Workshops war die Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung.

Möglich war das Angebot dank einer Kooperation vieler Akteure bei diesem Projekt: Ulrike Aschenbrenner und Marion Fuchs (Jugendsozialarbeit an Schulen), Sonja Schwarz (Jugendpflegerin vom Verein der Jugendarbeit e. V.), Lydia Keil und Salyna Alizad (Integrationsstelle, Landkreis Regensburg), sowie Susanne Spitzer (Bildungskoordination, Landkreis Regensburg).

Kategorien: Landkreis